KLEINES POKERTURNIER · KANTONAL BEWILLIGT · STARTGELD MAX. CHF 200 · 18+ · KEIN CASINO

Verantwortung

Verantwortungsvolles Spielen

Bei einem kleinen Pokerturnier ist das finanzielle Risiko durch das Startgeld begrenzt. Das ist eine echte Grenze, aber keine Entwarnung: Die Gewohnheiten, die Spielen problematisch machen, hängen nicht von der Höhe des Einsatzes ab. Deshalb sprechen wir hier offen darüber und nennen die Stellen, die helfen.

01 — Die Grenze

Was Sie höchstens verlieren können

Die Bergkranz Poker Classic wird als Freezeout gespielt. Wer seine Chips verliert, scheidet aus; es gibt keine Rebuys, keine Add-ons und keine Möglichkeit, während des Turniers Geld nachzuschiessen. Das Verlustrisiko ist damit genau das Startgeld, bei uns höchstens CHF 150 pro Turnier, und das Gesetz erlaubt ohnehin nicht mehr als CHF 200 pro Turnier und CHF 300 pro Tag. Die Teilnahmegebühr deckt Saal und Organisation und ist kein Spieleinsatz.

Die Grenze schützt vor grossen Verlusten an einem Abend. Sie schützt nicht davor, dass Spielen einen zu grossen Platz im Leben einnimmt, dass man mehr Turniere spielt als geplant, oder dass man das Spielen nutzt, um Sorgen zu verdrängen. Diese Muster sind bei kleinen Beträgen genauso möglich wie bei grossen.

02 — Drei Grundsätze

Was in der Praxis hilft

Das Limit ist das Startgeld

Mehr kann bei uns nicht verloren gehen, und mehr sollte auch niemand einplanen. Wer sich vor dem Turnier fragt, ob das Startgeld im Budget fehlt, spielt besser nicht.

Keine Nachkäufe, keine Ausnahmen

Wir gewähren keine Rebuys und kein zweites Startgeld nach dem Ausscheiden, auch nicht auf Nachfrage. Das ist keine Unfreundlichkeit, sondern Teil der Bewilligung.

Vorher entscheiden, wie viele Turniere

Legen Sie vor dem Wochenende fest, an wie vielen Turnieren Sie teilnehmen. Halten Sie sich daran, unabhängig davon, wie der erste Abend gelaufen ist.

03 — Zulassung und Schutz

Spielsperre, Alter, Ansprechperson

Personen mit einer gültigen schweizweiten Spielsperre werden zum Turnier nicht zugelassen. Wir fragen dies bei der Anmeldung ab und behalten uns vor, die Teilnahme zu verweigern, wenn wir Anzeichen für ein Spielproblem erkennen oder wenn jemand offensichtlich beeinträchtigt ist. Beim Einlass wird ein amtlicher Ausweis kontrolliert; die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich.

Während des gesamten Turniers ist eine Person anwesend, die im Erkennen von Spielsucht geschult ist. Sie ist an der Spielleitung erkennbar und jederzeit ansprechbar, auch für Angehörige, die sich Sorgen machen oder einfach eine Frage haben. Die Regeln und die Informationsmaterialien zum Schutz der Spielerinnen und Spieler liegen am Turnierort auf, wie es Art. 36 BGS verlangt.

04 — Hilfe

Wohin Sie sich wenden können

SOS Spielsucht: kostenlose Beratung rund um die Uhr auf Deutsch, Französisch und Italienisch unter 0800 040 080. Online unter sos-spielsucht.ch, auch anonym per Chat.

Safe Zone: die Online-Beratung des Bundesamts für Gesundheit unter safezone.ch, für Betroffene und Angehörige, kostenlos und anonym.

Kantonale Fachstelle: Berner Gesundheit berät persönlich vor Ort, Informationen unter bernergesundheit.ch. Die Fachstelle kennt die Angebote im Kanton und hilft auch bei der Frage, ob eine Spielsperre sinnvoll ist.

Wenn Sie sich vor oder während eines Turniers unwohl fühlen, sprechen Sie die Spielleitung an. Das Startgeld wird zurückerstattet, wenn Sie vor der ersten Hand aussteigen; auch später ist ein Abbruch jederzeit möglich, ohne dass jemand nach dem Grund fragt.